Zur Geschichte des Tanzhausfestes
Das 5. Leipziger Tanzhausfest vom 24. bis 27. Mai 1990
Zur ständigen Einrichtung ist es inzwischen geworden, das jährlich im Mai stattfindende Tanzhausfest in Leipzig. Es steht in dem Ruf, weit und breit (wie weit ist das?) das einzige seiner Art zu sein, wenn es auch in der DDR verschiedene andere Tanz- und Folk(s)feste mit (längerer) Tradition gibt.
Aber getreu dem diesjährigen Motto Wir sind das Folk! kommt das Stammpublikum schon von je her nicht nur, um zu sehen und zu hören, sondern selbst Röcke, (Hosen-)Beine, Arme, Sandalen, Turnschuhe und Barfüße zu schwingen (Folk-MICHEL).
Musikalisch ging es dieses Jahr in vorwiegend östliche Richtung. Vor allem die Folkinger entdeckten - neben einem ohnehin schon sehr internationalen Tanzrepertoire - ihre Liebe zu den israelischen Tänzen. Es gab sozusagen Reihentänze satt und die Angst über in unauflösbaren Knoten verbleibende Beine legte sich.
Die Tänze:
- Mayim
- Altiruni
- Yossi
- Zederntanz
- Morgentanz
- Hava Nagila
Die Qual der Wahl, ob Völkerfreundschaft, Haus der DSF, Anker oder Kulturhaus Mölkau verzapften u. a.: Folkländers Bierfiedler/Kreuz & Square, Swedenquell, Zerrwanst & Co., La Musette (alle Leipzig), Jams, Folkinger (beide Berlin), Schwenkhops (Potsdam), Orientexpressen (Schweden), Kolorit (Ukrainische SSR), Le P'tit Blanc (Frankreich).
Für Teilnehmer und Gäste gab es nun doch einen Nachtklub. Die Moritzbastei ließ sich erweichen.



