Tanzhaus*Folk e.V.
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Zur Geschichte des Tanzhausfestes

Blowzabella aus England

4. Leipziger Tanzhausfest 2. bis 4. Juni 1989

Doch bevor man sich dieses Jahr solch einfachem inhaltlichem Kram widmet, galt es ein existentielles Problem zu lösen: zu viele, zu heftige Folkstanzschritte (so hörte man ernsthafterweise) führen zur baupolizeilichen Schließung der Kongreßhalle. Da in Leipzig jedoch kein zweites Haus mit ähnlich perfekten Bedingungen existierte, mußte man Tanzabende und Workshops auf mehrere Häuser verteilen, was einen enormen organisatorischen Mehraufwand (Org.-Büro, x-verschiedene Eintrittskarten, Versorgung, Garderobe, Einlaß ....) zur Folge hatte.
Das Team der Veranstalter ließ sich nicht kleinkriegen und überwand auch diese Hürde. Ohnehin war man ja durch die immer größer werdende internationale Resonanz (immer mehr Gruppen aus In- wie Ausland drängen zum Tanzhausfest) motiviert.
Aktionsstätten waren also das Klubhaus „Völkerfreundschaft” in Leipzig-Grünau, das Klubhaus „Jürgen Lange”, das Siedlerheim Mockau.

Auf dem Programm 1989 standen: Folkländers Bierfiedler (Leipzig), Lumich (Leipzig), Tanz & Springband (Leipzig), Jams/Tanzhaus (Berlin), Fußnote (Berlin), Quickborn (Dresden), Brummkreisel (Mittweida), Lednak (CSSR),  Blowzabella (England), Älabätsch (BRD).

Die Gesprächsrunden, wie sie anfangs stattfanden, waren zum 4. Tanzhausfest leider völlig aus dem Programm verschwunden. Aber zum ersten Mal hatte man offiziellerseits nichts gegen Straßenmusik rund um die „Völkerfreundschaft”.
Und noch einen Höhepunkt gab es: Eine Sonder-Straßenbahn-Reise vom Leipziger Hauptbahnhof bis Grünau für alle Tanz- und Musikfreunde!
Wiederum fiel wegen fehlender Räumlichkeiten der Nachtklub ins Wasser. Dazu ein kurzes Leidenszitat aus dem Auswertungsprotokoll: Man sollte vor allem bedenken, daß diese Tatsache besonders peinlich gegenüber den ausländischen Gästen ist und ein Nachtklub, der in privaten Wohnungen stattfindet, nicht unbedingt dem (nachbarlichen) Zusammenleben dienlich ist.
Tanzwütiges Volk aus Sachsen drehte sich beim Leipziger Tanzhausfest im Kreise (Wir in Leipzig).