Tanzhaus*Folk e.V.
EnglishFrançais

Zur Geschichte des Tanzhausfestes

Flyer 20. Tanzhausfest

Zu Fuß von England in die Weiten Russlands, auf der Reise über Italien und Schweden begegnen uns interessante unbekannte Kulturen und vertraute Freunde. Die Reisegruppe: 400 Tänzerinnen und Tänzer beim

20. Leipziger Tanzhausfest 5. Mai bis 8. Mai 2005

Begegnet sind wir den Gruppen Dobranotch (Russland), Bilwesz (Österreich/McPomm), Swedenquell (Leipzig), Danzfolk (Plattes Land), Trio Grande und Brassberries (irgendwie überall), Spakkabrianza (Italien), Wimmerschinken (Leipzig), Zerrwanst  & Co. (Leipzig), Javallon (Berlin), Ker Blec'h (Marburg-Berlin)  und GIG CB! (England)

Bild Gig CB!

Die zahlenmässig grösste Gruppe, Gig CB! von der Insel, hatten auf der Bühne kaum mehr Platz als wir auf der Tanzfläche. Bei den diversen Durchfädelungen der Kontratänze kam es denn auch ab und an zu Gruppenzugehörigkeits-Konflikten bzw. neuen Optionen. Dass alles in geordneten Bahnen verlief, verdanken wir dem Caller Chris und den beiden gut besuchten Workshops an den Vormittagen. Nur mit den Zugaben gab es Probleme: was kommt nach der "Allerletzten Zugabe"?

Bild Javallon

Nach dem Wirbel, den Zerrwanst & Co. veranstaltet haben, war mit Javallon bei 180 Umdrehungen pro Minute das ganze französische Programm angesagt - Träumen und tiefe Blicke in die Augen inklusive. Ker Blec'h, die im Wechsel mit Javallon sangen, liessen uns mit ihren Ronds eher grössere Kreise ziehen und ganz nebenbei erfahren, dass es in der Bretagne mehr als Gavotte und Larridé gibt. Bei den abendlichen Sessions wurde auch vereinzelt mitgesungen.

Bild Bilwesz

Mit feinstem Agripop hielten Bilwesz uns auf den Füssen - bessergesagt - am Drehen. Traditionelle Musik, wie sie zu spielen ist: schnell, frech eigenartig und ohne Berührungsängste. Woher denn auch, wenn sich aus den Takten und der begrenzten Anzahl an Füssen am Ende zwangsläufig gleiche oder zumindest zum verwechseln ähnliche Tänze ergeben müssen - ob sie nun Fürzwinger oder Stig Vals heissen - Walzer, Landler, Schleuniger, Polka oder Schottisch.

Bild Trio Grande

20 Jahre Trio Grande und 20. Tanzhausfest - wenn das nicht passt. Die Stimmung jedenfalls hätte besser nicht sein können und auch lang gehegte Wünsche wurden erfüllt. Bleibt zu hoffen, dass Trio Grande wieder öfter zusammen auftreten.

Bild Danzfolk

Mit einer netten Ansage, die keiner verstand machten Danzfolk erstmal klar, wo sie herkommen - und was das platte Land so zu bieten hat, liess sich auch gut tanzen. Die Begrüssungsrede wurde natürlich übersetzt und die Tanzerklärungen waren von vornherein verständlich - wenngleich nicht alle nötig gewesen wären. Die steife Briese aus dem Norden heizte uns jedenfalls gut ein.

Bild Brassberries

Letztes Jahr waren die Brassberries so von Leipzig begeistert, dass sie unbedingt gleich wiederkommen wollten. Und dass die Begeisterung auf beiden Seiten liegt, war offensichtlich.

Bild Spakkabrianza

Es ist etwas verwirrend, eine Gruppe anzusagen - und kaum ist man fertig, ist die Bühne plötzlich leer. Aber nicht nur Sylvie wurde von Spakkabrianza überrascht. Wenn auch nicht alle die Eleganz und Leichtigkeit der Vortänzer zustande bekamen - liessen sie sich doch von Tammurriata, Tarantella etc. verführen. Genau wie Gig CB! hatten Spakkabrianza grosse Schwierigkeiten mit dem "zum Ende Kommen". Wer trotzdem nicht genug bekommen hat, kann beide Gruppen beim Bal d'Europe in Gennetinnes wiedersehen.

Bild Dobranotch

Dobranotch konnten ihre Spielwut am Sonntag an den verbliebenen Standhaften - und das waren ganz schön viele - auslassen und auch noch die letzten Energien aus sich und den Tänzern herauskitzeln. Und die Schlusssession wurde - das sollte doch erwähnt sein - von Rolf so schön kommentiert, mit: "Wir haben die nicht von der Bühne geschickt, damit die unten weiterspielen." Aber schliesslich mussten wir um 22:00 Uhr den Saal verlassen, was wir freilich nicht geschafft haben.