Tanzhaus*Folk e.V.
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Zur Geschichte des Tanzhausfestes

Flyer zum 16. THF

Diesmal im Kulturwürfel in der Prager Straße. Alles etwas enger, aber solange wir an einander vorbeikommen beim Tanzen und die Musik stimmt...

beim 16. Leipziger Tanzhausfest vom 24. bis 27.Mai.2001

Und damit die Musik stimmt waren dieses Jahr dabei: Stocai (England), Öves (Rumänien), Røros Folkedanselag (Norwegen), AOK! (Frankfurt/Main), Trespann (Berlin), Swedenquell, Zerrwanst & Co. Siggi Doberenz und Wimmerschinken (Leipzig)

Der Abschied von Haus Leipzig und vom liebgewonnenen Kulturbundhaus mit den kleinen aber doch oft auch besonderen Acts - besonders die Sessions, fiel schwer. Den neuen Organisatoren des Tanzhaus*Folk e.V. fiel nichts in den Schoß. Trotzdem wurde auch das 16. ein wunderbares Tanzhausfest.

Røros Folkedanselag

Auch auf dem 16. Tanzhausfest sind Skandinavier vertreten - diesmal aus Røros einer kleinen Stadt in der Mitte Norwegens. Dort wird die eigene Kultur und Tradition noch immer intensiv gepflegt. Wir haben die Mitglieder des Røros Folkedanselag dazu gewonnen, uns diese Traditionen wohl erstmalig in Deutschland zu präsentieren: Olav Nyhus (Geige und Zitter), Mary Barthelemy (Zitter, Geige und anderes), Sigurd Nøren (Tanz) und Torill Jørgensen (Tanz). Für uns das Spannendste im Gepäck von Røros Folkedanselag - die "Pols" - nicht zu verwechseln mit der schwedischen Polska, wie sie sagen: "ähnlich, aber eben total anders".

Öves

Mit Öves kam ein Teil der vielfältigen ungarischen Tradition mit zum Tanzhausfest. Die fünf Musiker aus Rumänien und ihr Tanzmeister stellten Musik und Tänze der Csángós, einer in den rumänischen Ostkarpaten lebenden ungarischen Minderheit vor. Aufgrund der Trennung von der Mutternation haben die Csángós mittelalterliche Ungarische Traditionen bewahrt und sie mit Rumänischen, Jüdischen und Zigeunerelementen zu einer mitreißenden und temperamentvollen Musik verbunden, die all jene begeisterte die schnelle Rhythmen lieben. Bei den Ketten-, Kreis- und Paartänze waren flinke Füße und Kondition gefragt.

Stocai

Stocai reiht sich nahtlos ein in die anscheinend unendliche Erfolgsgeschichte englischer Folkbands. Im Mittelpunkt der Musik stehen Dudelsack und Melodeon, unterstützt von Fiddel, Guitarre und diversen Flöten. Die musikalischen Quellen liegen in England, Frankreich, Schottland, Quebeck, Skandinavien, dem alten Amerika und immer mehr Stücke stammen aus eigener Feder.

AOK!

AOK! Klaus, Frank, Orah, Andreas und Peter, Alles Ordentliche Künstler aus Frankfurt am Main spielten mit E-Baß, Perkussion, Drehleier, Akkordeon und Saxophon nicht nur für die Frankreichfans - Rezeptfrei. Laut Befund eines vereidigten Tanzanalytikers können Einflüsse von traditioneller französischer Volksmusik, Blues, New-Folk, Jazz und Folkrock nachgewiesen werden. Für Notfälle auf der Tanzfläche stand ein Erste-Hilfe-Team bereit.

Als Nordlandmusik bezeichnet das "Dreigespann" Trespann seine Musik. Die Regionen Norddeutschlands und Skandinaviens sind im wesentlichen (aber nicht nur) Anregung und Wegweiser dieser Musik. Inzwischen verstärken Ralf Gehler (Dudelsäcke) und Wolfgang Meyering (Bouzouki, Tamburien) das in Berlin und Schwerin lebende "Norddeutsche Quartett". Diese Verstärkung brachte nicht nur neue Inspirationen und Innovationen, sondern auch ein virtuoses zweistimmiges Dudelsackspiel, interessante Rhythmen und Klänge. Durch Instrumente wie Sackpfeifen, Didgeridoo, Bouzouki, Cister, Nyckelharpa, Tambourien entsteht eine bodenständige Tanzmusik, geprägt von Sehnsucht, Kraft, Schwermut und Rhythmus - sinnlich und aufreizend.

Zerrwanst & Co.

Zerrwanst - die acht Musiker aus Leipzig versprechen "frechen Folk aus aller Welt" und verbreiten mit einer bunten Mischung aus schnellen Irischen Jigs und Reels, witzigen amerikanischen Dixi-Stücken, getragenen Walzern und temperametnvoller osteuropäischer Musik gute Laune bei Tänzern und Zuhörern. Unterstütz werden sie dabei von ihrer Tanzgruppe als unverzichtbares Co., die auch bei bislang Ungeübten Unsicherheit in Tanzbegeistrung verwandelt.