Zur Geschichte des Tanzhausfestes
Dabei waren Kud Karaula (Bosnien-Herzegowina), Eaton/Cutting/Luff (England), Skolvan (Bretagne), Virvla (Schweden), Mrs. Meyers Love Affairs (Berlin), Einstürzende Heuschober (Münster), wieder mit von der Partie die Bierfiedler und natürlich Zerrwanst & Co., Swedenquell und Sigi Doberenz mit ihrem Kinderprogramm.
Das 15. Leipziger Tanzhausfest vom 1. bis 4. Juni 2000
Das Hauptanliegen für Kud Karaula war es, die bosnische Volkskultur zu pflegen, damit sie in den politischen Wirren nicht unter die Räder kommt. Wir konnten leider nicht alle 70 Mitglieder einladen. Dennoch: Der Augenschmaus war garantiert: Balkan Tänze in voller Pracht und Tracht!
Virvla bedeutet so viel wie «wirbeln, drehen». Und das tun sie ausgiebig, die TänzerInnen dieser Gruppe, angetrieben von der im Moment abgefahrensten Tanzmusik Schwedens, die von Totte Mattson (Groupa, Hedningarna u.a.), Björn Tollin (Hedningarna u.v.a.) und Ola Bäckström (u.a. Swåp) zelebriert wird. Wer Polska bisher langweilig fand, wird eines Besseren belehrt werden — Schwindelgefühl inbegriffen.
Obwohl fest in der Tradition verankert, bezeichneten Sklovan ihre Musik als «bretonischen Swing». Es war ein starkes Fest für starke Leute mit starken kleinen Fingern...
Ob als Mitglieder der legendären Blowzabella, Julie Murphy's Fernhill, der Late Night Band, der Duellists, des Duos Wood/Cuttingoder als Studio- und Sessionmusiker in verschiedenen Projekten der englischen Musikszene wie Page/Plants Album «No Quarter» oder bei Loreena McKennitt — immer wieder begegnen uns diese drei Namen! Wir haben uns gefreut, sie in Leipzig noch einmal in geballter Kraft zu Gast gehabt zu haben: Nigel Eaton (hurdy-gurdy), Andy Cutting (melodeon), Ian Luff (cister, bass).



