Zur Geschichte des Tanzhausfestes
Das 14. Leipziger Tanzhausfest vom 13. bis 16. Mai 1999
im letzten Jahr des Jahrhunderts wurde wieder mit internationalen Gruppen organisiert. So der Robert-Fish-Band aus Schottland. In Edinburgh ist die Anzahl der Folk- und Tanzbands unheimlich hoch, genauso wie der Qualitätsstandard, dem sich die Gruppen dadurch stellen müssen. Die Robert-Fish-Band hat sich in den letzten Jahren auf den Tanzböden in und um Edinburgh herum einen Namen gemacht und ist an die Spitze der Tanzszene vorgedrungen. So wurden sie ausgewählt, beim 98er Folkfestival in Edinburgh zum Ceilidh aufspielen zu dürfen. Nicht unwesentlich hat dazu ihr Album ?dances with fish? beigetragen, welches sie hoffentlich in einigen Exemplaren mit sich führen.
Aus Spanien kam Sierra de Cazorla sie haben sich nach den Bergen ihrer Heimatstadt benannt - die Musiker und Tänzer um die Folkloristin und Forscherin Virtudes Segovia Fernandez brachten uns die Musik und Tänze dieser andalusischen Bergregion nach Leipzig.
Endlich haben wir es geschafft, mit Norwegen den Kreis der in Leipzig teilgenommenen skandinavischen Länder zu schließen. Norwegen erfreut sich einer genauso lebendigen Folkszene wie Schweden, leider ist sie europaweit noch nicht so bekannt geworden. Bis jetzt vielleicht, denn mit Telemarks kamen die besten TänzerInnen und Musiker nach Leipzig. Bedingt durch die geographische Isolation hat sich eine ganz eigene Tanzkultur herausgebildet.
Mit ebensoviel Spaß und Feuer brachte uns INOVEC die Musik der Slowakei nahe. Die 1983 gegründete Gruppe hat sich überwiegend auf die traditionellen Lieder und Tänze der Ostslowakei spezialisiert. Erfreuen wir uns nicht nur an den farbenprächtigen Kostümen, sondern an der Vielfalt der slowakischen Kultur insgesamt.
Die Gebrüder Uhlmann nebst Cousin Till und Matthias Weyrich aus L.E. haben sich nach langer Zeit und zu Ehren des Tanzhausfestes wieder zusammengefunden. Wir bekamen von Ihnen viel Skandinavisches zu hören, wie Ihr Name Tyskarna schon verrät.
Rolling Drones aus Breitscheid/Hof haben mit ihrem Konzertprogramm den 2. Platz des Deutschen Folkförderpreis 1998 des Tanz- und Folkfestes in Rudolstadt gewonnen, der wohl renommierteste in Deutschland überhaupt. Sie spielen schon länger und ebenso gut zum Tanz, so daß wir sie im Anschluß daran nach Leipzig holen wollten. In ihrem Programm vereinen sie frankophiles und deutsches Melodiegut mit allem, was sonst noch gut und üblich ist, eigene Kompositionen inbegriffen, und peppen dieses mit einem Schuß Moderne auf.
Quickborn - das ist Weltmusik aus dem Herzen Sachsens. Neben der Vorliebe für israelische Tänze musiziert und tanzt sich die Gruppe vom Balkan quer durch Deutschland und Frankreich bis in den hohen Norden. Ihre Liebe zum Folk und Tanz und ausgeprägte Spielfreude ließen auch ihr eigenes Festival in Hohnstein schon zur Institution werden.




