Tanzhaus*Folk e.V.
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Zur Geschichte des Tanzhausfestes

Plakat 13. Tanzhausfest

Die 13 soll kein böses Omen sein. Manchen Prognosen und widrigen Umständen zum Trotz lud der Tanzhaus*Folk e.V. wieder am Himmelfahrtswochenende zum

13. Leipziger Tanzhausfest vom 21. bis 24. Mai 1998

in das Haus Leipzig und den Kulturbund ein. Los ging das Fest wie gewohnt am Donnerstag abend im Haus Leipzig mit dem Eröffnungstanz. Von den Leipziger Gruppen waren Zerrwanst und Swedenquell wieder dabei.

Nach 9 Jahren war wieder Barbara Grimm (Quetsche, Drehleier, Asubio, Gesang), Norbert Kreller (Kontrabaß) und Horst Grimm (Dudelsäcke, Quetsche, Asubio, Gesang) - oder kurz gesagt Älabätsch - zu Gast. Die drei Franken sind seit Jahren für ihr vielseitiges Repertoire bekannt, das sie der traditionellen fränkischen Musik, gewürzt mit Elementen aus Klassik, Jazz und Rock, entnehmen.

Die Berliner Gruppe JAMS, man kann es nur wiederholen, gehört mittlerweile fast zum Inventar des Tanzhausfestes, da gibt es nicht mehr viele Worte zu verlieren.

Aber auch eine echte Neuheit aus Berlin war vertreten: das Projekt Meyering & Budweis. Da aller guten Dinge drei sind, brachten Wolfgang Meyering (Mandoline, Gitarre) und Jan Budweis (diatonisches Akkordeon) gleich noch einen Gast mit: Bettina Wunderlich mit ihrer Querflöte. Kurz Veranda

Rosapaeda

Das berühmte südländische Temperament bringt Rosapaeda aus Italien mit nach Leipzig. Die seit 1993 bestehende Gruppe bietet mediterrane Folkmusik vom Feinsten mit einem eigenen unverwechselbaren Stil. Die bekannte Sängerin Antonella di Domenico wird begleitet von Eddi Romano (akkordeon, p., percussion), Nicola Berardi (Gesang und Multiinstrumentalist: u.a. guitarre, charango, flöten, ital. pipes), Eufemia Mascolo (bass, percussion) und Mauro Semeraro (percussion, violine). Zu den Workshops und Tanzabenden gab es verschiedene Formen der süditalienischen Tarantella, Pizzica, Tammurriata.

Das schon fast traditionell beim Tanzhausfest repräsentierte Schweden war durch die absolut unkonventionellen Tanzband Trio Patrekatt vertreten. Die drei FolkmusikerInnen aus Skandinavien Johan Hedin, Markus Svensson (beide Nyckelharpa) und Annika Wijnbladh (Cello) bieten in ungewöhnlicher Instrumentierung - ohne die sonst obligate Geige - einen sehr persönlichen originalen Sound. Diese erstklassige Tanzmusik basiert auf Jahrhunderte alten schwedischen Folkelementen, vermischt mit eigenen Stücken und einem Touch Kammermusik. Beim Tanzworkshop wurden Polskas in verschiedenen Formen gezeigt.

Zu Gast war auch die polnische Band Chudoba. Die 9 MusikerInnen boten in reicher akustischer Instrumentalbesetzung ein schwungvolles, facettenreiches Repertoire, das traditionelle Volksmusik, verarbeitet zu modernen, eigenen Arrangements, für die heutige Generation erlebbar macht. Chudoba spielte Tänze aus Polen, der Ukraine und Bulgarien sowie Musik der Sinti und Roma.

Mit Stömp und dem Caller Gorden Potts gab es Gelegenheit, den englischen Set-Tänzen zu frönen. Die energiegeladene und rockorientierte Country Dance Band präsentierte eine mitreisende Mischung aus britischen, skandinavischen und europäischen Stücken und rhythmisch betonten, frechen Eigenkompositionen.