Zur Geschichte des Tanzhausfestes
Dieses war der erste Streich, und der zweite folgte sogleich, genauer gesagt vom 29. bis 31. Mai 1987 als
2. Leipziger Tanzhausfest
Diesmal mit einem Eröffnungsabend im Eiskeller, der damals
Kulturhaus Erich Zeigner hieß. Aber Achtung: Nur für Teilnehmer!
Das Org.-büro,
so hieß es, habe bitte pünktlich um 18.00 Uhr da zu sein, um
anreisende Teilnehmer, Gruppen und Gäste in Empfang zu nehmen und die
zur Legitimation unerläßlichen Dokumente (sprich: Teilnehmerausweise)
unter selbige zu bringen.
Eröffnet wurde das 2.Tanzhausfest mit dem
Bändertanz, danach ging es zur Sache mit Folkländers Bierfiedler
und Kreuz & Square, Groupa (Schweden), Jams & Tanzhaus (Berlin).
Zur Beruhigung: die Veranstaltung war selbstverständlich angemeldet,
verfügtes Ende: 23.30 Uhr.
Sonnabend:
Los ging es mit 30 Minuten Erwärmung. Danach folgte bis 18.00 Uhr Tanzpraxis mit Tanztoelpel & Landluper (Plauen), Fußfolk (Karl-Marx-Stadt), Groupa (Schweden), Tanz- & Springband (Leipzig). Für diejenigen, die mit dem Tanzen Probleme hatten, gab es nachmittags einen Geigenworkshop mit Matz Eden (Schweden).
Der Volkstanzabend in der Kongreßhalle wurde wieder mit dem Bändertanz eröffnet, danach spielten die Gruppen, die im Laufe des Tages schon mit den interessierten Tanzboden-Truppen geübt hatten (Tanzpraxis).
| 10.00-12.30 Uhr | Erwärmung Tanzpraxis mit Swedenquell (Leipzig), Zucker und Zimt (Jena) | |
| 14.00-16.00 Uhr | Tanzprogramm mit Oyster Band | |
| 16.00-18.00 Uhr | Gesprächsrunde zum Thema: Die Weiterentwicklung der Tanzhausbewegung in der DDR | |
| 19.00-23.30 Uhr | Öffentlicher Volkstanzabend, eröffnet durch den "Bändertanz", mit Zucker und Zimt, Swedenquell, Lumich und der Oyster Band |
Unter den Gästen, die das Leipziger Fest in diesem Jahr beehrten, waren Hanni Bode (Rundfunk), Professor Dr. Erich Stockmann (Akademie der Wissenschaften), Hansjörg Bartsch (Kabinett für Kulturarbeit), Eva Sollich (Tanzpädagogin), Christel Ulbrich (Tanzpädagogin). Medienseitig nahmen das Sächsische Tageblatt und der Sender Leipzig Anteil.
So begeistert alle vom zweiten Streich auch waren, die Auswertung verlief nicht ohne Schelte.
Beispiele:
Eröffnungtanz - alle Gruppen hatten ihre Musiker informiert, nur Kreuz & Square nicht - eigentlich (!) müßte auch ein Musiker in der THF-Leitung sein; Stellenerweiterung - Wir bräuchten jemanden, der für das Org.-Büro verantwortlich ist, das ganztägig geöffnet sein muß;Programmaufsteller (!!!!!!) fehlten ebenso wie Helfer, die früh den Saal kehrten oder für den Einlaß zuständig gewesen wären.




